Pagan Coaching

Alte Pfade werden neue Wege

 Spiritualität


Intuition ist der Weg, dem ich folge. Und Inspiration ist das Geschenk, das dieser Weg für mich bereit hält. Alles ist möglich!




Mein ganzes Leben lang habe ich an die Existenz des Göttlichen geglaubt und nach Verbindungen gesucht. Als Kind bedeutete das für mich, abends zum „lieben Gott“ zu beten und ihm meinen Dank zu zeigen und natürlich vor allem seine Unterstützung zu suchen. „Lieber Gott, bitte mach…“ Ich nötigte meine Eltern, mit mir die Kirche zu besuchen, was sie nur ungern taten. Beide hatten Teile ihrer Kindheit in katholischen Internaten verbracht.  

Später dann las ich „die Nebel von Avalon“ und war begeistert von den Priesterinnen der Großen Göttin, die mir darin begegneten. Meine Sehnsucht erwachte, aber nicht im Traum hätte ich gedacht, dass es so etwas „wirklich gibt“.  

Diese Entdeckung machte ich erst einige Jahre danach, als ich Starhawks „Spiraldance“ und dann „Die zwölf wilden Schwäne“ las. Ich begann, mich mit dem heidnischen Jahreskreis zu verbinden und fand darin eine große Leidenschaft, die letztlich auch dazu führte, dass ich mein Buch „Der ewige Kreis – dem Pfad der Jahreszeiten folgen“ mit großer Hingabe schrieb.  

Allerdings gab es auf meinem Weg einen Stolperstein und der hieß Loyalität. Schließlich hatte ich jahrelang zum christlichen Gott gebetet. Würde er nicht enttäuscht von mir sein, wenn ich mich von ihm abwendete? Ich war mir zwar ganz sicher, mit dem Heidentum die für mich richtige Spiritualität gefunden zu haben, aber dieser Gedanke machte mir doch ein schlechtes Gefühl. Bis ich das folgende Zitat las:  

Man kann WAKAN-TANKA nennen, wie man möchte. In der Sprache der Weißen nenne ich Ihn Gott oder großen Geist. Er ist das Große Mysterium, das Große Geheimnis. Das ist es, was Wakan-Tanka wirklich bedeutet: das Große Geheimnis. Man kann Ihn nicht definieren. Er ist eigentlich kein „Er“ und keine „Sie“. Wir müssen diese Worte verwenden, weil wir nicht einfach „Es“ sagen können. Gott ist nie ein „Es“. Also nennt Wakan-Tanka, wie ihr   wollt. Aber vergesst nie, ihn anzusprechen. Er möchte mit Euch reden.  

NOBLE RED MAN, Lacotahäuptling  

Damit war mir alles klar: Das Göttliche, das Große Geheimnis, das hinter Allem steht, ist immer dasselbe. Und wenn mir die Hinwendung zum Heidentum erlaubt, mich noch viel mehr mit diesem Geheimnis zu verbinden, ihm näher zu kommen und mich noch viel tiefer hinzugeben, dann würde das Göttliche sich darüber freuen. Ich war befreit.    

Heidentum bedeutet für mich den direktesten Weg der Verbindung mit dem Großen Geheimnis. Überall spüre ich diese Kraft: In dem Land, auf dem ich wohne, in Bäumen und Gräsern, in Menschen und Tieren, in Steinen und den Wesen der unsichtbaren Welt. Ich spüre sie in mir und in den Gottheiten aus verschiedenen Kulturen, denen ich mich zuwende (oder die ihre Hände nach mir ausstrecken, um mich zu führen). Die magische Kraft, die unsere wunderbare Welt erfüllt, steckt in allem und jeder, der es will, kann sie auch spüren. Ich finde das wunderbar. Ich liebe meine Religion, die jeden Menschen um seiner selbst willen schätzt. Die die Lebenskraft ehrt und jeden Akt der Liebe als heiliges Ritual ansieht. Die erkennt, dass Mutter Erde ein lebendiges Wesen ist und wir zu ihr gehören. Und so vieles mehr!  

Immer neu fühle ich mich inspiriert, die lebendige Verbindung zum Land und zur göttlichen Kraft in den Alltag hineinzuweben, zu verknüpfen. Denn das ist die große Kunst, die wahre Magie!    

Die Welt wieder zu verzaubern bedeutet für mich, neue Wahrnehmungsfenster zu öffnen. Denn die Welt ist zauberhaft, und wir können wieder lernen, es zu spüren.    

Gesegnet sei`s!

 

 

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